Die nächsten Schritte - Teil 1



Wenn die ersten Schritte gut funktionieren und Hund ohne Hilfe zum Erfolg kommt, können die Trails langsam länger werden oder mehr Schwierigkeiten / Ablenkungen beinhalten. Lassen Sie den Hund nicht immer mit derselben VP arbeiten, versuchen Sie, Personen zu verstecken die dem Hund gänzlich unbekannt sind. Hunde lernen Orts- und Kontextbezogen, daher auch die Orte regelmäßig wechseln!
Seien Sie erfinderisch, was die GAs angeht, probieren Sie alles aus, was Ihnen einfällt. Nach und nach können die Trails auch länger liegen bleiben und altern. Im Realfall ist ein Trail oft mind. 24 Std. alt, bevor der Hund angesetzt wird.
Aber es sollte niemals zu lang und zu schwer für den Hund werden. Er sollte immer selbständig zum Erfolg kommen.
Wenn das mal nicht der Fall ist, einen oder zwei Schritte zurück!

Variieren Sie auch die Position der VP am Ende des Trails. Lassen Sie sie z. B. auf einen Hochsitz klettern, sich hinlegen, in einen Kellereingang setzen, hinter einer Türe verschwinden oder einfach weiter laufen oder auch mal auf der Spur entgegenkommen.
Video Auto Video Telefonzelle


Das Casting - oder der erschwerte Start

Man kennt manchmal nicht den genauen Abgangsort, weiß aber definitiv, dass die VP in dem Gebiet war (z.B. folgende Aussage: "Ich habe die vermisste Person dort auf der Wiese gesehen").

Der HF geht geradeaus, der Hund kreist um ihn herum oder läuft in Schlangenlinien voraus. Wenn der Hund plötzlich anzieht, hat er die Spur aufgenommen.
Die gelben Fähnchen markieren den Weg der VP, Hund wird T-förmig angesetzt. Auch hierbei gilt, am einfachsten auf einer Wiese üben. Auf den Wind achten und VP mit dem Wind die Spur legen lassen, damit Hund nicht über einen evtl Gegenwind zum Ziel kommt
Video Casting


Rund um den Geruchsartikel

Im Realfall bekommt man nicht immer einen eindeutigen GA der Person. Oftmals ist dieser von anderen Personen angefasst worden. Dies muss ebenfalls geübt werden.
In der Regel ist es kein Problem, solange alle Personen am Ansatz anwesend sind. Der Hund schließt die anwesenden Personen aus und folgt der richtigen Spur.

Auch hat man u. U. nicht immer einen GA zur Hand, der in die Tüte passt. Setzen Sie den Hund mal an einer Autotüre an oder z. B. an einer Parkbank, wo das Opfer gesessen hat.

Oder duplizieren Sie den Geruchsartikel. Hierzu legt man eine angefeuchtete sterile Kompresse auf den Gegenstand der Person (z. B. den Autositz), lässt diesen 10 Min. einwirken und packt ihn in die Tüte. Für mehrere Hunde dupliziert man mehrere Kompressen, damit jeder Hund seinen eigenen GA erhält.
Dies ist im Echtfall wichtig!
Denn stellen Sie sich vor, man hat lediglich einen GA zur Verfügung, an dem der 1. Hund riecht. Setzt man den 2. Hund an, hat er u. U. den Geruch des 1. Hundes in der Nase - und folgt dessen Spur!


Ansätze an häufig besuchten Orten

Diese Orte (z.B. Haustür oder Arbeitsstelle) sind kontaminiert mit dem Geruch der zu suchenden Person. Viele Spuren der Person führen durch das Gebiet. Der Hund lernt im Training, dem frischesten Geruch zu folgen. Daher trainieren wir gerne in Gebieten der Suchpersonen und legen frische Spuren über ältere.