Die ersten Schritte - Teil 1
Nun zur praktischen Arbeit
Der wichtigste Grundsatz
Nur weil eine Aufgabenstellung in einem Trail vom Hund einmal gelöst wurde heißt das nicht, dass er diese nun 100% beherrscht.Er muss diese Aufgabe erst in vielen anderen Situationen, an anderen Orten und mit anderen VP wiederholen, um es später zu können!
Motivationstrails
Der Hund ist bereits im Suchgeschirr, die VP hat die Belohnung. Ihre Aufgabe ist es, die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich zu lenken. Die VP entfernt sich mit viel Tam Tam, und lässt den GA fallen, der HF zeigt dann beim Start noch mal auf den GA und sagt dabei das Kommando zum Suchen. Als erste Geruchsstoffe eignen sich am besten große, wie z.B. Schal, Handschuhe, Jacke u.s.w.| Video Motivationstrail |
Im nächsten Schritt wird der Hund hinter einer Ecke oder einer ähnlichen optischen Barriere ansetzt, dabei sieht der Hund zwar die VP weggehen, kann aber den weiteren Verlauf der Spur nicht beobachten.
Das Weggehen sehen wird schrittweise wieder abgebaut, der GA liegt dann auf dem Boden. Um ihn für den Hund interessant zu machen kann man ruhig ein Leckerchen drauflegen.
Wenn der Hund anfängt, sich den Geruch des Opfers sicher vom am Boden liegenden GA zu nehmen, fängt man an, die Gegenstände in die Tüte zu legen und sie dem Hund so zu präsentieren.
| Video Geruchsartikel auf dem Boden |
Das Ritual am Anfang
Es ist unerlässlich ein Ritual einzuführen. Man sollte sich genau überlegen, wie man den Hund auf die bevorstehende Arbeit "einstimmt".Dies sollte dann immer gleich ablaufen, auf diese Art wird der "Startknopf" gedrückt. Dazu gehört beispielsweise ein bestimmtes Suchgeschirr, ein Kommando, welches nur fürs Trailen benutzt wird, oder die Art, wie man dem Hund den Geruchsartikel präsentiert, klemmt man den Hund zum umziehen zwischen die Beine oder hockt sich daneben, auch das gehört dazu.
Zum Ritual gehört auch der so genannte Perimeter. Der Hund wird, entweder im Geschirr, jedoch mit Leine am Halsband oder noch vor dem umziehen im Startareal herumgeführt; so kann er sich schon mal auf die verschiedenen Gerüche einstimmen und noch wichtige Hundedinge erledigen.
| Video Normaler Start |
Der Ansatz
Der Ansatzpunkt ist das nächste wichtige Element. Da man im Echtfall nicht weiß, wo genau die Person lang gegangen ist, muss man früh genug anfangen, den Hund nicht in Laufrichtung anzusetzen und auch nicht immer direkt auf der Spur. Dadurch lernt der Hund, im Startareal die Spur selbständig zu finden und ihr in die richtige Richtung zu folgen.Beim Ansatz sollte man sich Zeit lassen und den Hund nicht drängeln, auch wenn man die Richtung kennt!
Der Hund muss Ihnen zeigen, wo es langgeht, selbst wenn das manchmal etwas länger dauert. Denn sonst kann es durchaus passieren, dass der Hund meint, Sie wüssten den Weg ja ohnehin, und anfängt, sich nach Ihnen und Ihrer Körpersprache zu richten und nicht mehr nach dem, was der Geruch ihm sagt.