Die große Frage - Wie fange ich an?
Übungen für zu Hause
Tütenarbeit
Ziel der Übung: Die Tüte positiv verknüpfen
Man nimmt sich eine unbenutzte Gefrier-/Butterbrottüte, füllt sie mit Wurst/Käse oder anderen Leckereien und versucht den Hund auf diese aufmerksam zu machen. Wenn er interessiert schaut, darf er ein Stück daraus fressen. Wenn man das ein paar Mal macht, hat man einen Hund, der seine Nase freiwillig in die Tüte mit dem GA (Geruchsartikel) steckt.
| Video Tütenarbeit |
Startkomanndo
Beim Startkommando ist es wichtig, dass das Kommando noch nicht anderweitig belegt ist, und auch in der normalen "Konversation" mit dem Hund nicht vorkommt.Nehmen wir mal das klassische "Such" - mal ehrlich, wie oft und leicht benutzen Sie es? "Such das Bällchen, such das Stöckchen, such die Leckerchen u.s.w." Auch auf dem Trail kommt zur Ermunterung meist ein "Such" "Such weiter" ohne Absicht. Es beschreibt einfach das, was der Hund tun soll und daher verwenden wir es.
Aber das Startkommando soll dem Hund sagen, den Geruch, den du jetzt gerade in der Nase hast - dem sollst du folgen. Stellen Sie sich also vor, Sie haben "Such" als Startkommando …sind unterwegs, ihr Hund schnüffelt intensiv an einer Stelle, Sie sagen "Such", der Hund hat aber gerade eine Kaninchenfährte in der Nase und er hat gelernt, dass er dem Geruch folgen soll, den er bei "Such" unter der Nase hat……
Anzeige
Ziel der Übung: Gewünschte Anzeigen generalisierenZuerst muss man für sich entscheiden, wie der Hund die VP (Versteckperson) anzeigen soll. Dabei sollte man seinen Hund kennen und wissen, was ihm am ehesten liegt.
Durch Vorsitzen:
Viele Hunde kennen diese Übung durch den Hundeplatz / Hundeschule. Beim Trailen soll der Hund aber nicht bei seinem Menschen vorsitzen, sondern vor einer "fremden" Person. Dazu kommt, dass im Regelfall vom Hund nicht der absolut perfekte Vorsitz gefordert wird, wie z.B. beim Obedience. Von daher ist es sehr hilfreich, wenn man das zu Hause immer mal wieder mit verschieden Personen übt.
| Video Vorsitzen |
Durch Bellen:
Aus der Rettungshundearbeit übernommen. Hier ist es sinnvoll, wenn der Hund schon vorher gelernt hat auf das Kommando "gib Laut" zu bellen. Auch dieses Kommando sollte mit wechselnden Personen und in verschiedenen Situationen geübt werden.
| Video Bellen |
Durch Pfote auflegen:
Ein Kommando dafür einführen und mit verschiedenen Personen immer wieder üben.
Durch Anspringen:
Als Kommando bietet sich hierfür z.B. "Touch" an, da man es im normalen Sprachgebrauch eigentlich nicht benutzt und daher die Gefahr gering ist, dass der Hund es in einem unangemessenen Moment macht. Allerdings sollte man auch beachten, dass auch Kinder oder ältere, also nicht so standfeste Menschen, gesucht werden können. Auch gibt es viele Menschen, die Angst vor Hunden haben und sehr ängstlich reagieren, wenn sie plötzlich angesprungen werden.
Auf einer Anzeige von Anfang an muss nicht bestanden werden; sie kann auch erst dann gefordert werden, wenn der Hund seine ersten Trails erfolgreich gemeistert hat und direkt belohnt wurde.